Ein bedenkenswerter Überblick über die Social Media-Landschaft: Twitter, Meta, LinkedIn und Mastodon von Ich sag mal. Und der Schluß, den Gunnar Sohn zieht, gefällt mir: Möglichst auf vielen Hochzeiten – soweit leistbar – tanzen, aber sich keine Illusionen über den Hausmeister machen.
Ein Bericht des mdr über die Forschungen eines internationales Forschungsteams um Clara Iglesias Keller vom Weizenbaum-Institut und Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung über den Umbau von Twitter zu X.
Die ehemalige Digitalministerin von Taiwan Audrey Tang hielt anläßlich einer Preisverleihung in Zürich eine Rede. Sehr lesenswert bezüglich Internet, Social Media, KI und soziale Prozesse. Abgedruckt in der Republik.ch. [via @adfichter]
Wir bespielen viele SoMe-Kanäle, Mastodon ist unser Hauptkanal, hierfür formulieren wir postings, alle anderen sind fast copy/paste. Das hier ist auch der einzige Kanal, der wirklich Interaktionen hervorbringt. Reichweite? 10 geteilte Beiträge hier sind wahrscheinlich mehr Wert als eine intransparente Reichweite von 10.000 auf den kommerziellen Plattformen. Zur “Reichweitenlüge” kürzlich @digitalcourage: https://digitalcourage.de/blog/2025/die-reichweitenluege
Hier meine abschließende Auswertung der #SocialMedia Aktivitäten auf verschiedenen Plattformen auf der #BiblioCon25 – der größten Fachtagung für das Bibliothekswesen in Europa.
Zeigt das vielleicht mal euren Social Media Teams und auch der Entscheider*innen Ebene für Budget etc. – entgegen anderer Behauptungen kann das „Umtopfen” ganzer Communities ins #fediverse (Seemann, 2024) durchaus gelingen, Netzwerkeffekte wirken auch in freien und dezentralen Strukturen.
Von kommerziellen zu kulturellen Netzwerken: Bibliotheken zeigen den Weg in eine vertrauensvolle digitale Zukunft – Das Beispiel openbiblio.social auf Mastodon.
Auch wenn jetzt #bluesky den großen Hype erfährt: Ich bleibe hier. BlueSky hat haufenweise Venture Capital aufgenommen, auch sehr viel von komischen Blockchain-Leuten mit Rightwing Connections. Da helfen auch alle Versprechungen wie “Wir sind die Guten” und “Wir werden eure Posts nie für AI verwenden” nichts – wir wissen alle, wie auch das enden wird.
Kathrin Passig über Bildbeschreibungen, speziell im Techniktagebuch. Alle Achtung, dass sie das sogar retrospektiv machen möchte!
Für die neuen Bilder ist es oft auch Routine, dass man eine Bildbeschreibung nicht gleich einpflegt, sondern extra – beispielsweise in Notepad++ – erledigt und sie dann gleich für mehrere Social Media-Netzwerke einsetzen kann.
Das heimliche Filmen in der Öffentlichkeit hat sich zu einem eigenen Genre in den sozialen Medien entwickelt. Auf der Jagd nach authentischen Inhalten setzen sich Content Creator:innen über die Privatsphäre und Rechte ihrer Mitmenschen hinweg. Eine neue Form der Überwachung entsteht.
Es ist ja verständlich, dass das Gejammer groß ist, dass Twitter solche Sperenzchen macht, dass man die Community, in der man sich einmal eingerichtet hat, nicht mehr genießen kann: Das Lesen wird eingeschränkt, das Liken, das Verlinken etc. etc. Nun je, es geht auch mir ans Herz, doch irgendwie ist es das Gewohnte. “Never run a changing system?” war ein Beitrag in B.I.T. Online von Edlef Stabenau, Lambert Heller und mir (hier der Text) und ich bin immer noch stolz auf diesen Titel. Zwar war das damals eher auf die statischen Bibliothekshomepages gemünzt, mittlerweile wissen wir, dass auch das Social Web damit gemeint ist: Man muss sich immer wieder ein neues Heim schaffen, die Communities suchen, und wieder so etwas wie einen “Geschäftsgang” einrichten, ganz gleich, ob es sich um das Lesen oder Publizieren handelt. Zu einer Resilienz im Sozialverhalten gehört heute ein Wechselwille und die Anpassungsfähigkeit an neue Dienste, ganz gleich, ob es einen zu Mastodon, LinkedIn, Instagram oder andere Dienste verschlägt. Und wenn man für eine Organisation Öffentlichkeitsarbeit betreibt, dann bleibt es wohl nicht aus, mehrere Kanäle, die für die Nutzer*innen gebräuchlich sind, zu bespielen.