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Wie schrecklich das World Wide Web war!

Wenn man jemand so um 2000 beibrachte, wie man eine Homepage baute, dann schaute man zwei Tage später drauf, was die- oder derjenige gemacht hatte und es zuckte und drehte sich, dass man Kopfschmerzen bekam! Das WWW war zuerst schrecklich …

Beate Rajski weist nun auf Mastodon auf die vom Internet Archive angebotene Sammlung (“Museum”) GifCities hin. Man muss nur “Libraries” eingeben, dann sieht man schon einige Beispiele von damals.

Open Social Web Alliance

AOL, Friendster, MySpace, StudiVZ, SecondLive, Flickr, Tumblr, Vine, Snapchat, Twitter. Sie waren mal dominant/relevant und sind jetzt ziemlich tot.
Dennoch scheinen gerade Politik und Journalismus fest überzeugt, dass eine Welt jenseits X, Insta und TikTok völlig undenkbar ist.
Ich kann mir das schon nächstes Jahr vorstellen – hier ist unser Fahrplan für die Open Social Web Alliance:
osw-alliance.net/

[@rstockm]

Zur KI/AI-Blase: Moore’s Gesetz gilt schon seit 10 Jahren nicht mehr

Ein ziemlich erhellender Text zur Computerentwicklung. Mir hat er zum Beispiel die Frage beantwortet, warum meine altersschwache Ausrüstung immer noch einigermaßen alles bewältigt. Und zum Schluss wird auch das Verhältnis der Finanzindustrie in Verhältnis zur Entwicklung der Computerinfrastruktur gesetzt [und die Frage aufgeworfen, warum börsengestützte Renten, wie sie jetzt angedacht werden, nicht so das Gelbe vom Ei sind].
[ich hatte das schon länger im Blick, aber gerade hat @vform es nochmal gepostet, was mir dann noch den Schubser gegeben hat, den Eintrag zu schreiben]

Verlinkung vernachlässigbar? Über die Änderung des Suchprozesses

Das war eigentlich das Strukturprinzip des WWW, dass man mit blau unterlegten Hyperlinks (blau unterlegt) auf andere Inhalte verweisen konnte. Diese Vernetzung von Inhalten war die Struktur, die man als Anbieter legen und als Nutzer*in verfolgen kann. – Google veröffentlicht jetzt Statistiken, dass Links von Nutzern nicht mehr verfolgt werden: 68% der Google-Suchen enden ohne einen Klick [via Sven Gigold]. Sprich: Das Konzept der “Such”maschine, gleich Antworten zu liefern, ist im Trend.

Wichtig in einer solchen Situation ist, wie Gigold sagt:

Die große Herausforderung ist jetzt nicht “noch mehr Content”, sondern “noch mehr Verbindung” – Community und echte Beziehungen jenseits der großen Plattformen werden wichtiger, wenn du nachhaltige Reichweite und Umsätze haben willst.

Sprich: Eigene Plattformen werden wichtiger, beispielsweise das Wiblio-Projekt der Berliner Bibliotheken, bibcourse, die Blogs und eben nicht die Honigtöpfe der großen Plattformen, an denen selbstbestimmtes Handeln und Informationsgewinnung kleben bleibt.

[Der Sven Gigold-Eintrag stammt aus rivva]

Cloud Act

(…), dass der Aufbau einer eigenständigen digitalen Infrastruktur in Europa Zeit benötigen werde. Klar ist jedoch, dass die vollmundigen Versprechen der US-Konzerne, Daten auf Servern in der EU zu speichern, im Zweifelsfall nichts wert sind

Im Moment haben wir noch den Status von Bananenstaaten, die nichts zu sagen haben. [via winfuture]

Sieht sehr gut aus: Aggregator Bubbles

Ich bin seit vielen Jahren RSS-Ultra. Hunderte, handverlesene Feeds. Aber RSS zeigt mir nur die Quellen, die ich schon kenne. Neue Stimmen entdecke ich so nicht.

Was fehlt: Eine Startseite wie Hacker News, ausschließlich für persönliche Blogs. Keine Tech-Bros, keine KI, keine hippen StartUps. Nur ein endloser Stream liebevoller Blogartikel, kuratiert von echten Menschen.

Also hab ich Bubbles 🫧gebaut. Für mich. Und hoffentlich für ein paar tausend andere auch.

https://troet.cafe/@viermalbe/116297302547554995

Update: hier noch der direkte Link: bubbles.town. Übrigens kann man die Liste voten, also Quellen weiter nach oben setzen …

Ein bisschen wie rivva.de …

KI auf der Platte – geschenkt oder Lockangebot?

Schieb.de macht auf ein Angebot von Google (bekannlich not evil</ironie) aufmerksam: LM Studio – ein Programm für Windows, Mac und Linux, ein Einstieg in lokale KI. Die Daten bleiben auf dem Rechner, man bemüht kein externes Rechenzentrum. Das ist schon ‘mal nett, doch der Satz, man

gewöhnt sich an das Ökosystem. Sobald mehr Leistung, Skalierung oder professioneller Support nötig werden, wartet Google Cloud.

sollte misstrauisch machen.
Wer die Geschichte von unzähligen Software-Angeboten seit Web 2.0 Revue passieren läßt, weiß, dass irgendwann die Daumenschrauben angezogen werden und der Spruch mit “not evil” halt nicht mehr stimmt. (Weswegen ihn Google ja auch ausradieret hat) – Das Angebot ist sicher attraktiv, auch in seiner Ausformung, insbesondere für jene, die sich aus Klimagründen bisher zurückgehalten haben. Doch sie sollten den Haken im Blick behalten. Vielleicht sollte man noch auf Open-Source-Modelle warten. Schwierig.
[via rivva] (Dank an @SemAntiKast@openbiblio.social für die Beratung!)

JustDeleteMe

Wichtiger Tipp von Markus Trapp: Eine Übersichtsseite zu vielen Diensten, wie man sie löschen kann. Eben die Information, die man auf den betreffenden Seiten meist sehr mühselig suchen muss …
Ich dachte, wir hätten schon einmal auf so eine Seite hingewiesen, nur muss es offensichtlich eine andere gewesen sein.

Der Aggregator rivva.de

Mir ist heute aufgefallen, dass ich in einem wichtigen Punkt die Weblog-Netiquette nicht befolgt habe. Wenn ich aus Mastodon zitiere, gebe ich jeweils auch die Quelle an. Wenn ich aber etwas aus dem Weblog-Aggregator Rivva.de zitiere, habe ich bisher nie die Quelle Rivva angegeben. Das tut mir Leid, denn es ist ein wirklich hilfreicher Aggregator. Wenn Sie oben den Link zur Webseite verfolgen, dann sehen Sie das schon auf den ersten Blick: Gut strukturiert werden Fundstücke präsentiert. Wenn man ihn per RSS abonniert, gibt es eine andere Auswahl und diese ist dann am persönlichen Gebrauch orientiert, indem die Verlinkungen jener Funde, die bisher schon ausgeliefert wurden, mit Vorrang aufgeführt werden. – Auf jeden Fall ist Rivva ein brauchbares Instrument, zum Beispiel entstand der letzte Eintrag durch einen Hinweis auf rivva.
Ich werde ihn ab jetzt jeweils angeben und möchte auch gute Fundstücke, die nicht ihren Weg hier ins Weblog netbib finden, zumindest per Mastodon weiter verbreiten.

Langsame, systematische Austrocknung der Internetquellen

Erste große Website wegen Googles AI Suchergebnissen geschlossen
Übersicht mit KI: Erste große Website macht ganz konkret wegen Googles AI Suchergebnissen dicht – weil sie deshalb keine Besucher mehr “erfährt”.

Der Diebstahl der KI und die Effekte, die dies für die Internetnutzug und -recherche haben wird, wird hier plastisch geschildert. Holland-Cycling.com schließt 2026 seine Homepage. Artikel auf Herrmontag.