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Kein Ausweg aus der Schleife

Barbara Geyer schreibt in “KI in Lehre und Weiterbildung” über den Einsatz von KI in Schulungen, immer sehr instruktiv, auch unangenehmen Themen nicht aus dem Weg gehend.

Im aktuellen Eintrag “Kann ich KI nutzen, ohne zu schaden?” berichtet sie über den Einsatz von, nennen wir es einmal “agentischer  KI”. Sie nennt es anders, meint, dass die meisten die LLMs noch im “Telefonmodus” verwenden, dass dann aber als nächste Stufen der “Archivmodus” und dann der “Büromodus”, der im Augenblick oft als “agentische KI” diskutiert wird.

Sie dokumentiert sehr transparent ihr Tun und kommt zum Schluss dann zur Frage des Energieverbrauchs, auf den sie auch keine Antwort findet. KI sei so effektiv, dass man sie schulen müsse, und zwar nicht nur ein Programm, sondern möglichst mehrere, da verschiedene Programme und Versionen unterschiedliche Effizienz bieten. Bei der Frage des Verbrauchs von Umweltressourcen greift sie sogar zurück bis in die Dampfmaschinenzeit und zeigt kurz auf, welche gesellschaftliche Auswirkungen diese Technologie hatte. Um so offener, was ein breiter Einsatz von so genannter KI zurzeit bedeutet … Irgendwo kurz vor Schluss steht das ratlose “Kein Ausweg aus der Schleife”.

Unausweichlich, dass man sich selbst die Luft zum Atmen nimmt?

Die KI verbraucht sehr wenig Energie. Nicht.

Letzt stand in der FAS ein Artikel (Frankfurter Allgemeine Sonntagsheitung, 12. April 2026, Nr. 15, S. 29, €), in dem vorgerechnet wurde, wie wenig doch eine AI-Anfrage verbrauche. Schöne Milchmädchenrechnungen sind das! Netterweise macht die taz die ganze Rechnung auf. Und man sieht: Regulierung tut not! Und in Schulungen gehört diese Thematik ebenfalls formuliert und eingeübt – gehört zum Thema “Grüne Bibliothek”!

[via @v_i_o_l_a]

Vortrag und Folien: KI und Nachhaltigkeit

Aufzeichnung des Ideencafés der Grünen Bibliothek:

Die generative KI – erzeugt vor allem eines: den Druck, in Bezug auf Technologieeinsatz und Kenntnisstand nicht abgehängt zu werden. Angesichts des rasant wachsenden Fuhrparks an KI-gestützten Diensten fehlt allerdings häufig ein Bewusstsein dafür, welche immensen Ressourcen für Training und Betrieb aufgewendet werden müssen und auch, welcher Praktiken sich die großen Anbieter zu deren Bereitstellung bedienen. Gerade Bibliotheksmenschen sind aufgrund ihrer Funktion im öffentlich geförderten Informationsinfrastrukturbereich und aufgrund ihres Wertekanons dazu prädestiniert, für die ökologischen und sozialen Kosten des Einsatzes dieser Art von KI-Anwendungen sensibilisiert zu sein und ihrerseits andere zu sensibilisieren.

Aufgezeichneter Vortrag auf fairtube: https://fair.tube/w/mKujy418nvR6oyErtFmef4

Folien des Vortrags von Argie Kasprzik: https://doi.org/10.5281/zenodo.18659686

IFLA-Leitlinien für grüne Bibliotheken jetzt auch auf Deutsch

Anfang des Jahres hat die IFLA-Sektion für Umwelt, Nachhaltigkeit und Bibliotheken (ENSULIB) ihre Leitlinien für grüne Bibliotheken veröffentlicht. Sie bieten einen praxisnahen Rahmen, um Bibliotheken in unterschiedlichen Kontexten nachhaltiger zu entwickeln, zu steuern und zu bewerten. Jetzt liegen die Leitlinien auch in deutscher Sprache vor: https://www.ifla-deutschland.de/2026/03/31/ifla-leitlinien-fuer-gruene-bibliotheken/

[via Fachstelle öffentliche Binliotheken NRW]

IFLA Guidelines Green Libraries

Die IFLA Environment, Sustainability and Libraries (ENSULIB) Section hat die “IFLA Guidelines for Green Libraries” publiziert. Diese Anleitung stellt einen umfassenden Rahmen für die Entwicklung, das managen und die Evaluation von grünen und nachhaltigen Bibliotheken in verschiedenenen Kontexten dar. Eine Übersetzung in verschiedene Sprachen, auch deutsch, ist geplant.

Mehr als 40 Jahre haben uns Menschen leider nicht wirklich weiter gebracht!

Es ist einfach schön, einen langjährigen bibliothekarischen Blogger wieder in pl4net.info zu entdecken und zu lesen, dass er zwar das bibliotekarische nicht mehr betreibt, aber um so mehr das Grüne. Und selbst wenn der Titel dieses Eintrags einen ziemlichen Brocken Pessimismus beinhaltet, so findet man in manchen Punkten auch Optimismus. – Mir hat das Gedicht von Peter Rühmkorf sehr gefallen!

Ältere Computer mit Mint/Ubuntu versorgen, statt sie Schrott werden lassen?

Dieser Artikel von tarnkappe.info behandelt die mangelnde Nachhaltigkeit von Microsoft, welche durch nicht mit Windows 11 kompatible Rechner jede Menge Computerschrott erzeugen wird, obwohl das nicht notwendig ist. Der Artikel wirbt dafür, bei möglichst viele ältere Rechnern auf Linux Mint oder Ubuntu umzurüsten. Das ging mir ebenfalls im Kopf herum. Wäre auch ein Beitrag für die grüne Bibliothek. Aber was die städtische IT/die Uni-Rechenzentren wohl dazu sagen werden?

Neu bauen oder Generalsanierung? Kölner Debatte

In Köln wurde eine Generalsanierung der Zentralbibliothek bereits beschlossen, jetzt flammt die Debatte noch einmal auf, das Gebäude abzureißen und neu zu gestalten (letzteres mögen die Politiker ja besonders gerne). In der Debatte wird aber aber auch das Argument angeführt, dass die Klimaziele der Stadt nicht einzuhalten seien, baute man neu. Ein instruktiver Artikel von baunetz fasst die Debatte zusammen.

10 Gründe für ökologische Nachhaltigkeit in (öffentlichen) Bibliotheken

Die IFLA-Sektion Environment, Sustainability and Libraries (ENSULIB) hat ein Dokument mit dem Namen „10 Reasons for Environmental Sustainability in (Public) Libraries“ – 10 Gründe für ökologische Nachhaltigkeit in (öffentlichen) Bibliotheken – veröffentlicht.

Das Papier ist auf Englisch und als deutsche Übersetzung zugänglich.

[via Bibliotheksportal]

KIs wie ChatGPT verursachen einen gigantischen ökologischen Fußabdruck

Und wie bei den Automobilen ist es nicht nur der Verbrauch, der bei Nutzung entsteht, sondern schon die Herstellung, sprich in diesem Fall: das Training der “smarten” Maschinen. Ein Artikel auf t3n.de. [via Jens Mittelbach]

Die Grüne Bibliothek: Nachhaltigkeit

Der Elefant im Raum: Nachhaltigkeit von Soft- und Hardware

Alle reden vom Sparen. Ist es gestattet, dass eine der ersten “Checklisten” der OPL-Kommission des BIB das Sparen betraf? Es war die Nr. 3. Vielleicht sollte man sie aufgrund der aktuellen Situation noch einmal überarbeiten.
Jedenfalls kommt die ganze elektronische Ausstattung in den Blick: gerade hat Christiane Schulzki-Haddouti (die schon seit Jahren hervorragende Artikel zur EDV schreibt!) einen Artikel zum Verbrauch von Energie und Ressourcen geschrieben. Und von Nele Hirsch kam im eBildungslabor ein bedenkenswerter Artikel zur Nachhaltigkeit von Tools.
Das sind Dinge, die sowohl bei der Anschaffung/Installation als auch im Gebrauch zu Buche schlagen. Bisher hat man zu wenig daran gedacht, jetzt wird es relevant. – Wir werden noch oft davon hören!

Nachhaltigkeitsdeklaration für den Kulturbereich #culture4climate